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Jülich

EliteXPERTs in Jülich

EliteXPERTs in Jülich

Sie wohnen und leben in oder nahe Jülich, in Lage an der Rur und die Nähe zu den Niederlanden und zu Belgien? Gibt es ein rechtliches Problem oder eine andere Herausforderung, brauchen Sie Hilfe mit Rat und Tat. In Jülich sind einige unserer EliteXPERTSvertreten. Die Kanzleien befinden sich nahe Hexenturm, Neues Rathaus am Schwanenteich und Napoleonischer Brückenkopf. Unsere Experts helfen Ihnen kompetent, eine Lösung auch für Ihr Anliegen zu finden.

Wann ist die Entziehung des Pflichtteils möglich?

Erst mit der Entziehung des Pflichtteils ist der gesetzliche Erbe vollständig enterbt und von der Teilhabe am Nachlass ausgeschlossen. Jeder gesetzliche Erbe, also Kinder, Enkelkinder, Ehepartner oder die eigenen Eltern, können vom Pflichtteil ausgeschlossen werden. Die Entziehung setzt voraus, dass Sie in Ihrem Testament unmissverständlich zum Ausdruck bringen, dass es Ihnen nicht zuzumuten ist, wenn ein gesetzlicher Erbe tatsächlich Erbe wird. Die Enterbungsgründe sind im Gesetz erschöpfend aufgezählt. Die Entziehung des Pflichtteils kommt in folgenden Fällen in Betracht:

  • Der gesetzliche Erbe hat Ihnen oder Ihrem Ehepartner, einem Geschwisterteil oder einer Ihnen ähnlich nahestehenden Person nach dem Leben getrachtet oder
  • sich eines Verbrechens oder eines schweren vorsätzlichen Vergehens gegen eine der genannten Personen schuldig gemacht oder
  • die ihm Ihnen als Erblasser gegenüber gesetzlich obliegende Unterhaltspflicht böswillig verletzt oder
  • wurde wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ohne Bewährung verurteilt.

Anhand dieser gesetzlich definierten Pflichtteilsentziehungsgründe ist es nachzuvollziehen, dass Sie im Testament genau darlegen, auf welchen Grund Sie sich berufen und warum es Ihnen nicht zumutbar ist, einen gesetzlichen Erben als Ihren Erben akzeptieren zu müssen. Diese Gründe gilt es schriftlich zu formulieren. Mündliche Erklärungen oder der Schriftverkehr mit diesem Erben genügen dafür nicht. Sie müssen sich auf unverwechselbare konkrete Vorgänge beziehen.

Geht es um die Entziehung wegen einer Straftat, muss die Tat zum Zeitpunkt der Errichtung Ihres Testaments begangen sein. Soweit es um Jahre oder Jahrzehnte zurückliegende Vorgänge geht, kommt es noch mehr darauf an, wie Sie Ihre Situation beschreiben. Vor dem Bundesgerichtshof reicht es nicht aus, wenn die Angaben im Testament zusammen mit außerhalb der Urkunde liegenden Umständen den Entziehungsgrund ergeben. Je genauer Sie Ihre Vorstellungen formulieren, desto sicherer lässt sich Ihr Wunsch umsetzen. Und vor allem: Kommt es zum Rechtsstreit, liegt die Beweislast dafür, dass ein solcher Entziehungsgrund vorliegt, bei demjenigen, der die Entziehung geltend macht. Die damit verbundenen Unsicherheiten lassen sich nur durch ein rechtssicher formuliertes Testament vermeiden.

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